2013/2014

2013/2014: „Bunbury oder Die Bedeutung, Ernst zu sein“ von Oscar Wilde

Regie: Poyraz Türkay

Unsere erste Wintersaison ist vorbei. Mit „Bunbury oder die Bedeutung, Ernst zu sein“ haben wir ein großes Publikum erreicht und tollen Applaus geerntet. Vielen Dank unseren treuen Fans und allen, die in dieser Saison dazu gekommen sind!

 

Und Fotos vom Premierenwochenende von unserem Fotografen Jürgen Schwenzel:

 

 

 

In einer seiner erfolgreichsten Komödien entfacht Wilde ein wahres Feuerwerk von geschliffenen Dialogen und überraschenden Wendungen. Die Kombination aus geistreichen Wortwechseln, Gesellschaftskritik, bissigem Humor und schierer Absurdität machen es zu einem Meisterwerk der modernen Dramatik. Hinter aller Leichtigkeit der Dialoge steht aber der Ernst von Oscar Wildes gesellschaftskritischer Persiflage der viktorianischen Mentalität mit ihrer heuchlerischen Fassade und der übersteigerten Wertschätzung von Rang, Namen und Herkunft.

Besonders hinweisen möchten wir auf „Das lange Wochenende des Moabiter Theaterspektakels“, das, erstmalig mit drei verschiedenen Stücken, Mitte März in der Arminius-Markthalle stattfinden wird. Eine Gelegenheit für alle, die eine oder mehrere unserer zurückliegenden Inszenierungen verpasst haben! Nachdem wir Freitag Wildes „Bunbury“ spielen, geht es Samstag weiter mit unserer Gute-Laune-Erfolgs-Inszenierung „Gerüchte Gerüchte“ von Neil Simon (Produktion 2012), bevor wir das Wochenende mit unserem Sonntags-Krimi „Der Unerwartete Gast“ von Agatha Christie (2013) beschließen werden. Zwischendurch, vorher und nachher können Sie sich den kulinarischen Köstlichkeiten der Markthalle hingeben.

Zum Inhalt des Stückes:

Die Dandies Jack Worthing und Algernon Moncrieff genießen ihr Doppelleben: Während Algernon seine ausgedehnten Landpartien mit Krankenbesuchen bei seinem erfundenen Freund Bunbury begründet, rechtfertigt Jack seine häufigen Ausflüge in die Metropole mit seinem hoffnungslos verkommenen und hilfsbedürftigen Bruder namens Ernst. Hier lernt er Algernon´s Cousine Gwendolyn kennen und lieben – inkognito als sein eigener Bruder. Inzwischen trifft Algernon auf Jacks Mündel Cecily und verliebt sich Hals über Kopf in sie und umgekehrt. Sowohl Gwendolen als auch Cecily haben sich aber zum Ziel gesetzt, einen Mann namens Ernst zu ehelichen… woraus sich Kaskaden von Wirrnissen entwickeln…

Zum Autor:

Oscar Wilde (1854 – 1900), der nach Shakespeare meistzitierte Autor englischer Sprache ist vor allem als Prototyp des Dandies und Meister des Bonmots im Gedächtnis geblieben. Nach Studien in Dublin und Oxford und ersten literarischen Erfolgen unternahm er Vortragsreisen in Amerika und England. Er wurde als Skandalautor bekannt und seine immer wieder neuen Werke brachten ihm die Bewunderung seiner Zeit ein. 1895 wurde er wegen eines homoerotischen Verhältnisses nach einem spektakulären Prozess zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt, ein Schicksal, das ihn als Menschen brach.