Stücke

2018 + 2019: “FEELGOOD” von Alistair Beaton – Regie: Luzia Schelling

Die Akteure des Stücks erleben hinter den Kulissen eines Parteitages die Hölle auf Erden. Es geht darum, einen Skandal zu vertuschen, koste es, was es wolle. Was in den Hinterzimmern der Macht passiert – hier sehen Sie es. Und es ist ein großes Vergnügen.
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„… die Speyerer bejubelten A. Beatons Satire frenetisch auch aus den hinteren Reihen. Kein Wunder. Unter der Regie von Luzia Schelling haben die Darsteller die Steuerungsmechanismen politischer Machterhaltsinszenierung als Groteske entlarvt. Die Mischung macht’s. Den Berlinern ist sie in Speyer grandios gelungen.” (Die Rhein-Pfalz, 1.4.2019)

„Ein köstliches Vergnügen für die Zuschauer und eine gelungene Mischung aus Satire, Komik und Spannung.”
(Berliner Woche, 11/ 2018)

Die Mischung macht’s

Für einen war es ein Heim-, für sechs ein Gastspiel: Das „Moabiter Theaterspektakel” hat mit der Polit-Komödie „Feelgood” am Freitag für ausverkauftes Haus im laufenden Speyerer Festival „Kulturbeutel” gesorgt – und für ein Wiedersehen mit alten Freunden und Kollegen.

VON ELLEN KORELUS-BRUDER

Kulissen hatte die Berliner Theatergruppe im eigenen vom „Tourbus” gezogenen Hänger dabei, Technik für die große Bühne jedoch nur unzureichend. Zuschauer in den hinteren Reihen hatten es schwer mit den akustischen Bedingungen. „Wir spielen normalerweise in kleinen Sälen”, erläuterte Winfried Folz, Darsteller des Pressesekretärs „Eddie” und im richtigen Leben RHEINPFALZ-Redakteur in der Hauptstadt.Die Moabiter machen Theater für den Kiez – jetzt aber schon zum zweiten Mal auch für Speyerer.
Diese bejubelten Alistair Beatons 2001 geschriebene Satire – von Andreas Pegler von Großbritannien nach Heiligendamm verlegt – frenetisch auch aus den hinteren Reihen der Heiliggeistkirche. Kein Wunder. Unter der Regie von Luzia Schelling haben die Darsteller die Steuerungsmechanismen politischer Machterhaltsinszenierung als Groteske entlarvt. Daran hat sich ganz offensichtlich in fast 20 Jahren nichts geändert – weder in London noch in Heiligendamm … Den Moabitern ist es gelungen, menschliche Schwächen in die Hinterzimmer der Macht einziehen zu lassen. Korruption, Hinterhältigkeit, Kontrollzwang, Zynismus, Angst, Vetternwirtschaft, Neid und Verrat sind an der Tagesordnung.
Der amtierende Bundeskanzler bleibt fast bis zuletzt unsichtbar. Erst Marina Hübner, bis dahin köstlich als ewig nervöse, aber multi-tasking-gläubige Kanzler-Sklavin unterwegs, stattet ihn mit Gesicht und Stimme am Mikrofon aus. Die Rede für den Parteitag steht. Um jedes Wort haben seine Vasallen im Hinterzimmer gerungen und alles getan, den Triumph des Kanzlers zu garantieren. Paul, sehr überzeugend gespielt von Wolfgang Goergens, ist der Redenschreiber, wortgewandt, prekär beschäftigt, mit Privatleben. Das aber stört nur. Darum hält Eddie es auch von ihm fern und lässt ihn schnell eine Speyerer Brezel in Heiligendamm besorgen. Alleine, dass dieses Kunststück an der Ostsee gelingt, erklärt den spontanen Szenenapplaus.
Wenn es um Eddies Vergangenheit mit Journalistin Liz (Kornelia Ambs) geht, die für die linke Seite der Gesellschaft schreibt und mit der er früher in Gorleben demonstriert hat, sieht die Sache mit der Intimität selbstredend ganz anders aus. Sie ist bei ihrer Haltung geblieben, Eddie hat seine der zweifelhaften Karriere geopfert. Vollauf damit beschäftigt, Liz und die Medien von negativer Berichterstattung über die amtierende Regierung abzuhalten, flammt Wehmut nach anderen Zeiten in dem von Folz großartig verkörperten Zyniker auf. Anti-Glyphosat-Sprechchöre von draußen holen ihn jedoch schnell zurück ins medial voll ausgestattete Hinterzimmer und damit in die Realität, die es im Sinne der handelnden Personen zu beschönigen gilt. Öffentliche Inszenierungen kann Eddie gut. Im korrupten Minister und Kanzler-Freund Georg (Joachim Dörrfeld) jedoch droht er seinen Meister zu finden. Schweißtropfen auf der Stirn des Pressesekretärs sind förmlich sichtbar – erst recht, als auch noch Simone zur Mitwisserin des von Georg ausgelösten Umwelt-Skandals wird. Gundula Lukas ist die Rolle der Autorin einer Privat-TV-Sitcom auf den Leib geschrieben, Dörrfeld füllt die des Politikers mit Panik vor Machtverlust überaus authentisch aus. Und als nie zufriedene Politik-Beraterin Jenny stellt die souverän auftretende Friederike Hartmann-Hornberger Paul ein verbales Bein nach dem anderen. Wie nahe Tragik und Komik im politischen Kosmos und im Leben beieinander liegen, wird in „Feelgood” glasklar. Das Moabiter Theaterspektakel hat den Blick geschärft und die Lachmuskeln gereizt. Die Mischung macht’s. Den Berlinern ist sie in Speyer grandios gelungen.
(Die Rhein-Pfalz, 1.4.2019)

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2017: “RIVER SIDE DRIVE SPREE” und “CENTRAL MAUER PARK WEST” von Woody ALLEN

Wir zeigen 2 Einakter von Woody Allen, in der Regie von Luzia Schelling. Lassen Sie sich für einen fulminanten Theaterabend begeistern. Liebe, Leid und Laster – kaum einer schafft es, so heiter-grotesk die großen Abgründe des Lebens zu beschreiben wie Woody Allen. In seinen beiden Einaktern „Riverside Drive“ und „Central Park West“ begegnen wir gescheiterten Schriftstellern, angetrunkenen Ehefrauen und hilflosen Sadtneurotikern.
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„Lang anhaltenden Applaus für eine gelungene, unterhaltsame und zutiefst menschliche Aufführung.”
(Badische Zeitung, 4.11.2017, M. Schöneberg)

„Ebenso geistreich wie unterhaltsam und tiefgründig.” (Die Rhein-Pfalz, 31.10.2017)

Rheinpfalz Nr. 252, Artikel im Kultur - Regional Teil

Rheinpfalz Nr. 252, Artikel im Kultur – Regional Teil

Rheinpfalz Nr. 252, Teil 2

Rheinpfalz Nr. 252, Teil 2

Auch von unserer Aufführung in Gottenheim wurde berichtet.

Auch von unserer Aufführung in Gottenheim wurde berichtet.

Badensche Zeitung

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2016: „Der Dieb, der nicht zu Schaden kam“ von Dario Fo

Der Coup ist perfekt geplant.
Umso irritierter ist der Dieb, kaum in die Villa eingestiegen, von einem Anruf überrascht zu werden.
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2015: “Ein idealer Gatte” von Oscar Wilde

Ein idealer Gatte ist eine Komödie aus dem Jahre 1894 von Oscar Wilde, die sich sowohl mit den Irrungen und Wirrungen der Liebe ….. …. mehr >>

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2014: “BLEIB DOCH ZUM FRÜHSTÜCK”

Louise, ein etwas chaotisches und zudem noch schwangeres Mädchen, hat Krach mit ihrem „Typen“ und die Wohngemeinschaft, in der sie lebt, gründlich satt. …. mehr >>

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2013/2014: “Bunbury oder Die Bedeutung, Ernst zu sein” von Oscar Wilde

In einer seiner erfolgreichsten Komödien entfacht Wilde ein wahres Feuerwerk von geschliffenen Dialogen und überraschenden Wendungen. Die Kombination aus geistreichen Wortwechseln, Gesellschaftskritik, bissigem Humor und schierer Absurdität machen es zu einem Meisterwerk der modernen Dramatik.

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2013: “Ein unerwarteter Gast” von Agatha Christie

In einer nebligen Nacht verunglückt ein Mann mit seinem Auto in der Nähe eines Herrensitzes. Auf der Suche nach einem Telefon trifft er unerwartet auf den erschossenen Hausherrn.

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2012: “Gerüchte Gerüchte” von Neil Simon

Myra und Charley Brock haben Freunde zu ihrem 10. Hochzeitstag eingeladen. Nacheinander treffen die Gäste ein. Doch weder Myra noch Charley können sie empfangen: Myra ist spurlos verschwunden, Charley liegt blutüberströmt und nicht ansprechbar in seinem Bett.

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2011: “Der tolle Tag oder Figaro´s Hochzeit von Pierre-Augustin Caron de Beaumarchais”

1786, drei Jahre vor der Französischen Revolution in einer hochtheatralischen Zeit, liegen die Nerven von Adligen und Bürgern blank.

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2010: “Die Heirat” von Nicolaj Gogol

Gogols Komödie beschreibt das gesellschaftliche und grotesk anmutende Leben der St. Petersburger Gesellschaft. Im Mittelpunkt steht der Junggeselle Podkoljossin, der mit Hilfe der geschäftstüchtigen Heiratsvermittlerin Fjokla und seinen nicht minder verschlagenen Schwestern Anna und Maria unter die Haube gebracht werden soll.

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2009: “Viel Lärm um Nichts” von William Shakespeare

“Viel Lärm um Nichts” ist eine handlungsreiche Komödie, voller Verwirrungen und Gefühlsausbrüchen. Teuflische Bosheit und herzzerreißende Liebe, hitzige Wortgefechte und rührende Liebessehnsucht wechseln sich ab.

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2008: “Eine ganz normale Trauerfeier” von Jürgen Baumgarten

Tante Nelly ist nicht mehr. Ihre Trauerfeier hat die exzentrische Dame allerdings kurz vor ihrem Tod noch genau geplant. Sie bringt ihre nicht sehr große, dafür aber recht vielfältige Familie zu einem Treffen zusammen.

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2007: “Das Haus der Temperamente” nach Johann Nestroy
in einer Fassung von Anja Fleischmann und Hans Otto Zimmermann

In einem Haus wohnen vier Familien: Die cholerische Familie Braus, die phlegmatische Familie Fad, die melancholische Familie Trüb und die fröhliche Familie Froh. Jede der Familien besteht aus dem Vater, einer Tochter und einem Sohn.

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2006: “Hase Hase” von Coline Serreau

In einem Mietshaus in einer kleinen Eineinhalb-Zimmerwohnung lebt Familie Lapin (=Kaninchen/ hier: Hase): die Mutter, der Vater, Sohn Bebert, Medizinstudent und sein 14-jähriger Bruder, der wegen seiner beiden großen Schneidezähne auch den Vornamen Hase trägt, also Hase Hase heißt.

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2005: “Die Spielverderber oder das Erbe der Narren” von Michael Ende

Zur Eröffnung seines Testamentes versammeln sich zehn Menschen unterschiedlichster Herkunft. Niemand weiß, worin die Hinterlassenschaft besteht.

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2004: “Tartuffe” von Molière

Im Sommer 2004 wurde das 17. Jahrhundert in Moabit plötzlich wieder sehr lebendig. Dazu trugen nicht nur die zeitgenössischen Kostüme nebst der tollen Maske bei.

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Projekt 2002: Shakespeare in Moabit

Als erstes großes Theaterprojekt kam im Jahr 2002 “Shakespeare in Moabit” als Freiluft-Theater-Spektakel auf verschiedenen (Spiel-)Plätzen in Moabit zur Aufführung.

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